{"id":42689,"date":"2023-10-10T09:00:23","date_gmt":"2023-10-10T07:00:23","guid":{"rendered":"https:\/\/archive.displayeurope.eu\/?post_type=article&#038;p=42689"},"modified":"2024-06-20T09:12:22","modified_gmt":"2024-06-20T07:12:22","slug":"wahrend-sich-die-armut-in-europa-ausbreitet-ist-reichtum-noch-steuerfrei","status":"publish","type":"article","link":"https:\/\/archive.displayeurope.eu\/de\/article\/wahrend-sich-die-armut-in-europa-ausbreitet-ist-reichtum-noch-steuerfrei\/","title":{"rendered":"Obwohl die Armut in Europa stetig zunimmt, werden die Reichen (noch) nicht zur Kasse gebeten"},"content":{"rendered":"\n<p>Eine&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.ipsos.com\/fr-fr\/barometre-de-la-pauvrete-ipsos-secours-populaire-pres-dun-francais-sur-cinq-declare-vivre-decouvert\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Umfrage<\/a>&nbsp;des&nbsp;<strong>franz\u00f6sischen Umfrageinstituts Ipsos<\/strong>&nbsp;von Anfang September, an der 10.000 Personen in&nbsp;<a href=\"https:\/\/voxeurop.eu\/de\/country\/france-de\/\">Frankreich<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/voxeurop.eu\/de\/country\/germany-de\/\">Deutschland<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/voxeurop.eu\/de\/country\/greece-de\/\">Griechenland<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/voxeurop.eu\/de\/country\/italy\/\">Italien<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/voxeurop.eu\/de\/country\/poland-de\/\">Polen<\/a>, im&nbsp;<a href=\"https:\/\/voxeurop.eu\/de\/country\/united-kingdom-de\/\">Vereinigten K\u00f6nigreich<\/a>, in&nbsp;<a href=\"https:\/\/voxeurop.eu\/de\/country\/portugal-de\/\">Portugal<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/voxeurop.eu\/de\/country\/moldova-de\/\">Moldawien<\/a>&nbsp;und&nbsp;<a href=\"https:\/\/voxeurop.eu\/de\/country\/serbia-de\/\">Serbien<\/a>&nbsp;teilnahmen, zeigt, dass die Europ\u00e4er eine schwierige Zeit durchmachen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr 55 Prozent der Befragten hat die Kaufkraft in den letzten drei Jahren abgenommen. Als Hauptursache werden \u2013 wenig \u00fcberraschend \u2013 die Preissteigerungen genannt. Ein Drittel der Befragten bezeichnen ihre Lebenssituation als prek\u00e4r (im Durchschnitt 29 Prozent, in Griechenland und Moldawien jeweils fast 50 Prozent). Drei\u00dfig Prozent geben an, dass sie bereits eine Mahlzeit ausgelassen haben, ein Drittel sagt, dass das Gehalt, das sie erhalten, nicht mehr ausreicht.&nbsp;<a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/eurostat\/statistics-explained\/index.php?title=Living_conditions_in_Europe_-_poverty_and_social_exclusion&amp;oldid=584082\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Eurostat<\/a>&nbsp;best\u00e4tigt diesen Trend: Im Jahr 2022 waren&nbsp;<strong>95,3 Millionen Menschen<\/strong>&nbsp;in der&nbsp;<a href=\"https:\/\/voxeurop.eu\/de\/country\/european-union-de\/\">EU<\/a>&nbsp;von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht, das sind&nbsp;<strong>21,6 Prozent der Bev\u00f6lkerung<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Das arbeitende Europa in all seinen Formen, vom klassischen Lohnempf\u00e4nger bis hin zu Menschen, die hybriden und prek\u00e4ren Formen der Arbeit nachgehen, wird immer \u00e4rmer.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Gegenteil, eine von der franz\u00f6sischen Monatszeitschrift&nbsp;<strong>Alternatives Economiques<\/strong>&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.alternatives-economiques.fr\/dividendes-taxes-travail\/00108019\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">analysierte<\/a>&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.oecd-ilibrary.org\/taxation\/the-taxation-of-labour-vs-capital-income_04f8d936-en;jsessionid=8FCTDKWzBmvinytkaol0twlS2pwdNktQeTewaj1_.ip-10-240-5-92\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">OECD-Studie<\/a>&nbsp;erkl\u00e4rt, dass Arbeit h\u00f6her besteuert wird als Kapital: Mit Ausnahme von nur drei L\u00e4ndern (Schweiz,&nbsp;<a href=\"https:\/\/voxeurop.eu\/de\/country\/spain-de\/\">Spanien<\/a>&nbsp;und&nbsp;<a href=\"https:\/\/voxeurop.eu\/de\/country\/colombia-de\/\">Kolumbien<\/a>) ist es \u00fcberall auf der Welt aus steuerlicher Sicht interessanter, Dividenden zu verdienen als L\u00f6hne. Und zuf\u00e4lligerweise befinden wir uns in einer Zeit, in der sich die Dividenden hervorragend entwickeln: der Gesamtbetrag der von den 1.200 weltgr\u00f6\u00dften b\u00f6rsennotierten Unternehmen im zweiten Quartal 2023 ausgesch\u00fctteten Dividenden bel\u00e4uft sich auf&nbsp;<strong>568,1 Milliarden Dollar<\/strong>&nbsp;\u2013 ein&nbsp;<strong>Wachstum von 4,9 Prozent<\/strong>&nbsp;gegen\u00fcber 2022 (Daten von Janus Henderson f\u00fcr den Zeitraum April-Juni,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.liberation.fr\/economie\/social\/les-dividendes-poursuivent-leur-ascension-en-france-et-dans-le-monde-20230830_DOUJXDCU6RGARHXT7PQ556XWKQ\/?redirected=1\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">berichtet von Lib\u00e9ration<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p>Ist eine h\u00f6here und bessere Besteuerung des Kapitals also eine m\u00f6gliche L\u00f6sung, um auf die Krise zu reagieren?<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Vorschlag kommt von der Fraktion der Gr\u00fcnen\/EFA im Europ\u00e4ischen Parlament, die am 15. September einen Bericht \u201e<a href=\"http:\/\/extranet.greens-efa-service.eu\/public\/media\/file\/1\/8513\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Tax the rich: From slogan to reality<\/a>\u201c (Besteuerung der Reichen: Vom Slogan zur Realit\u00e4t) ver\u00f6ffentlicht hat, der in Zusammenarbeit mit der Nichtregierungsorganisation&nbsp;<a href=\"https:\/\/taxjustice.net\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Tax Justice Network<\/a>&nbsp;auf der Grundlage von Daten der&nbsp;<a href=\"https:\/\/wid.world\/wid-world\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">World Inequality Database<\/a>&nbsp;erstellt wurde: Eine \u201emoderate und progressive\u201c<strong>&nbsp;Verm\u00f6genssteuer<\/strong>, die die reichsten 0,5 Prozent jedes europ\u00e4ischen Landes betrifft, w\u00fcrde \u00fcber&nbsp;<strong>213 Milliarden Euro an&nbsp;<\/strong>Mehrwertsteuereinnahmen pro Jahr einbringen. Laut der franz\u00f6sischen Tageszeitung&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.lemonde.fr\/economie\/article\/2023\/09\/20\/un-impot-europeen-sur-les-ultrariches-pourrait-rapporter-plus-de-200-milliards-d-euros-par-an_6190076_3234.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Le Monde<\/strong><\/a>&nbsp;besitzen diese \u201e0,5 Prozent der Bev\u00f6lkerung etwa 20 Prozent des europ\u00e4ischen Reichtums, verglichen mit 3,5 Prozent der weniger wohlhabenden H\u00e4lfte. Dieser Reichtum hat in zehn Jahren um 35 Prozent zugenommen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>In die gleiche Richtung geht&nbsp;<strong>eine europ\u00e4ische B\u00fcrgerinitiative<\/strong>, die von dem belgischen Sozialisten Paul Magnette und der franz\u00f6sischen Sozialistin Aurore Lalucq initiiert und von der Europ\u00e4ischen Kommission angenommen wurde. Am&nbsp;<a href=\"https:\/\/citizens-initiative.europa.eu\/initiatives\/details\/2023\/000006_de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">9. Oktober wurde die Unterschriftensammlung<\/a>&nbsp;f\u00fcr diese Steuer auf gro\u00dfe Verm\u00f6gen zur Finanzierung des \u00f6kologischen und sozialen \u00dcbergangs und der Entwicklungszusammenarbeit er\u00f6ffnet.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.lemonde.fr\/economie\/article\/2023\/09\/07\/repousser-les-depenses-de-la-transition-ecologique-finira-par-couter-plus-cher-avertit-la-bce_6188244_3234.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Nach Ansicht der Europ\u00e4ischen Zentralbank<\/a>&nbsp;d\u00fcrfte der \u00f6kologische \u00dcbergang teuer werden \u2013 sehr teuer. Vor allem f\u00fcr die B\u00fcrger: Im schlimmsten Fall k\u00f6nnten die Energierechnungen um 5 bis 50 Prozent steigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Besteuerung von Reichtum klingt kompliziert, ist aber durchaus m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>Spanien hat den Tanz er\u00f6ffnet: Wie die&nbsp;<a href=\"https:\/\/efe.com\/economia\/2022-09-29\/hacienda-anuncia-un-impuesto-de-solidaridad-para-las-fortunas-de-mas-de-3-millones-de-euros\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Agentur<\/a>&nbsp;EFE berichtet, soll dort eine \u201eSolidarit\u00e4tssteuer\u201c auf Verm\u00f6gen in H\u00f6he von mindestens 3 Millionen Euro erhoben werden. Diese Ma\u00dfnahme wird von einer Erh\u00f6hung der Kapitalertragssteuer begleitet, und parallel dazu von einer Anhebung der Steuerschwellen f\u00fcr niedrigere Einkommen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Zum gleichen Thema<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\"><a href=\"https:\/\/www.la-croix.com\/Debats\/Restos-coeur-LEtat-uberise-solidarite-deresponsabilise-2023-09-06-1201281585\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Restos du c\u0153ur: \u201eDer Staat entzieht sich der Verantwortung, indem er die Solidarit\u00e4t auslagert\u201c.<\/strong><\/a><\/h6>\n\n\n\n<p><strong>Elsa Da Costa | La Croix | 9. September | FR<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eLes Restos du C\u0153ur\u201c ist eine der gr\u00f6\u00dften franz\u00f6sischen Organisationen, die bed\u00fcrftige Menschen mit Lebensmitteln unterst\u00fctzen. Anfang September schlug sie Alarm: In diesem Jahr sind 1,3 Millionen Franzosen in die Listen der Berechtigten eingetragen, was einem Anstieg von 20 % gegen\u00fcber 2022 entspricht \u2013 einem Jahr, in dem die Zahlen bereits explodiert waren. Damit k\u00f6nnte die Organisation \u00fcberfordert sein.&nbsp;<strong>Bernard Arnault<\/strong>, einer der reichsten M\u00e4nner der Welt und Eigent\u00fcmer des Luxuskonzerns&nbsp;<strong>LVMH<\/strong>, ist dem Aufruf gefolgt und hat 10 Millionen Euro gespendet. Gro\u00dfz\u00fcgigkeit? Wie viel ist das bei einem gesch\u00e4tzten Verm\u00f6gen von 214 Milliarden Euro? Der Cybersecurity-Experte&nbsp;<a href=\"https:\/\/twitter.com\/MathisHammel\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Mathis Hammel<\/a>&nbsp;hat einen&nbsp;<a href=\"https:\/\/donnecommebernard.fr\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Vergleichsrechner<\/a>&nbsp;entwickelt, mit dem jeder ermitteln kann, welcher Summe dieser Betrag in Bezug auf sein eigenes Verm\u00f6gen entsprechen w\u00fcrde \u2013 bei einem Einkommen von 35.000 Euro w\u00e4ren es zum Beispiel 1,64 Euro.<\/p>\n\n\n\n<p>Das eigentliche Problem besteht darin, dass sich ein wichtiger Akteur vornehm zur\u00fcckh\u00e4lt: \u201eWo ist der Staat?\u201c, fragt Elsa Da Costa. \u201eDer Staat lagert die Solidarit\u00e4t aus. Er entzieht sich seiner Verantwortung, indem er nicht die grundlegenden Ursachen der Ern\u00e4hrungsunsicherheit bek\u00e4mpft, sondern sich mit den vorhandenen Hilfsma\u00dfnahmen begn\u00fcgt. Und die \u00c4rmsten, deren Zahl st\u00e4ndig steigt, stehen weiter bei den Hilfsorganisationen Schlange\u201c.<\/p>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\"><a href=\"https:\/\/www.miesiecznik.znak.com.pl\/dlaczego-przestalismy-wierzyc-w-bogaczy\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Warum haben wir aufgeh\u00f6rt, an die Reichen zu glauben?&nbsp;<\/strong><\/a><\/h6>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.miesiecznik.znak.com.pl\/autor\/michal-zabdyr-jamroz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Micha\u0142 Zabdyr-Jamr\u00f3z<\/a>\u00a0| Znak | 18. Juli | PL (Paywall)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Jahrzehntelang war das vorherrschende Narrativ in den Medien und im Journalismus (nicht das einzige, aber eines der am weitesten verbreiteten) das kapitalistisch-meritokratische, das Reichtum als Beweis f\u00fcr Verdienste proklamierte: Unternehmertum, Genialit\u00e4t, Flei\u00df &#8230; alles Eigenschaften, die auf dem freien Markt belohnt werden. Heute werden die Reichen dagegen immer h\u00e4ufiger als Narren dargestellt. Offensichtlich war das Verhalten von Menschen wie Elon Musk der \u201eSache\u201c nicht dienlich, meint der Politikwissenschaftler Micha\u0142 Zabdyr-Jamr\u00f3z.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Geschlechtsfragen<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\"><a href=\"https:\/\/www.mediapart.fr\/journal\/france\/300923\/menstruations-le-monde-de-la-tech-ouvre-un-nouveau-cycle\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Menstruation: Die Welt der Technik \u00f6ffnet sich f\u00fcr einen neuen Zyklus<\/a><\/h6>\n\n\n\n<p><strong>Lucie Ronfaut (La D\u00e9ferlante) | Mediapart | 30. September (FR, Paywall)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWer eine App zur \u00dcberwachung der Menstruation verwendet, sollte diese sofort l\u00f6schen\u201c. Es gibt inzwischen eine Vielzahl von Menstruations\u00fcberwachungs-Apps auf dem Markt, die Namen wie Flo, Clue, Glow, Natural Cycles usw. tragen und stolz behaupten, sich f\u00fcr die Emanzipation der Frau einzusetzen. Ihr Erfolg wirft jedoch eine Reihe ethischer Fragen auf: Vor allem in den Vereinigten Staaten wurden einige der Apps beschuldigt, Frauen zu gef\u00e4hrden, nachdem durch die Aufhebung des Urteils Roe v. Wade das Recht auf Abtreibung in Frage gestellt wurde. Die unabh\u00e4ngige franz\u00f6sische investigative Zeitschrift&nbsp;<strong>Mediapart<\/strong>&nbsp;erkl\u00e4rt in Zusammenarbeit mit der feministischen Zeitschrift&nbsp;<strong>La D\u00e9ferlante<\/strong>, was man unter \u201eFemtech&#8220; versteht und welche Auswirkungen dieser spezielle Technologiezweig hat.<\/p>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\"><a href=\"https:\/\/blogs.lse.ac.uk\/lsereviewofbooks\/2023\/06\/26\/book-review-coming-in-sexual-politics-and-eu-accession-in-serbia-koen-slootmaeckers\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Coming In: Sexualpolitik und der Beitritt Serbiens zur EU<\/strong><\/a><\/h6>\n\n\n\n<p><strong>Laura Luciani | LSE Revieuw of book | Juni 2023 | DE<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eComing In: Sexual Politics and EU Accession in Serbia\u201c (Manchester University Press. 2023), ist ein Text von&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.koenslootmaeckers.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Koen Slootmaeckers<\/a>, britischer Professor f\u00fcr internationale Politik und Soziologe. Das von Laura Luciani rezensierte Buch analysiert die Frage der F\u00f6rderung der Einf\u00fchrung von Gleichstellungsstandards f\u00fcr LGBTIQ+ in Serbiens EU-Integrations- und Beitrittsprozess einerseits und des Widerstands gegen diese andererseits. Eine Art \u201eerzwungene Europ\u00e4isierung\u201c kann dazu f\u00fchren, dass bestimmte Rechte zwar eingef\u00fchrt, aber auf lokaler Ebene abgelehnt werden.<\/p>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\"><a href=\"https:\/\/orientxxi.info\/lu-vu-entendu\/feministes-musulmanes-la-revolution-qui-vient,6645\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Muslimische Feministinnen, die kommende Revolution<\/strong><\/a><\/h6>\n\n\n\n<p><strong>Fran\u00e7oise Feugas | Orient XXI | FR, ES<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Journalistin Fran\u00e7oise Feugas rezensiert das neueste Buch der in Belgien lebenden franz\u00f6sischen Soziologin algerischer Herkunft Malika Hamidi (<em>La r\u00e9volution des f\u00e9minismes musulmans. \u00c9laboration th\u00e9orique et agir f\u00e9ministe<\/em>, 2004 \u00e0 2014<em>\u00a0<\/em>(Die Revolution der muslimischen Feminismen. Theoretische Ausarbeitung und feministisches Handeln)). Hamidi, die bereits\u00a0<em>Un F\u00e9minisme musulman, et pourquoi pas ?\u00a0<\/em>(Muslimischer Feminismus \u2013 warum nicht?, \u00c9ditions de l&#8217;Aube, 2017) ver\u00f6ffentlicht hat, l\u00e4sst in ihrer neuen Untersuchung muslimische Frauen zu Wort kommen, die sich heute in ihrer eigenen Gemeinschaft und in der europ\u00e4ischen \u00d6ffentlichkeit behaupten und die oft tendenzi\u00f6sen Debatten \u00fcber den Schleier oder die Kleidung entwirren m\u00fcssen. \u201eWir wollen unsere Religion sowohl in der Gesellschaft als auch in der muslimischen Gemeinschaft leben, ohne Herrschaft erleiden zu m\u00fcssen,\u201c, sagt eine junge Frau. Eine andere f\u00fcgt hinzu: \u201eUnser wachsendes Engagement in feministischen Strukturen als muslimische Frauen sollte deutlich machen, dass wir uns nicht von unserer religi\u00f6sen Identit\u00e4t trennen m\u00fcssen, um als Feministinnen akzeptiert zu werden\u201c.<\/p>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\"><a href=\"https:\/\/elordenmundial.com\/victorias-secret-moda-feminismo-inclusion-metoo\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Victoria\u2019s Secret: Feministisches Pinkwashing der durch #MeToo verurteilten Marke<\/a><\/h6>\n\n\n\n<p><strong>Alba Correa | El Orden Mundial | 26. September 2023 | ES (Paywall)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Unternehmen, das einst den W\u00e4schemarkt dominiert hat, versucht, den R\u00fcckgang der Verkaufszahlen und des Images seiner Produkte in der Zeit nach #MeToo zu stoppen. Alba Correa erz\u00e4hlt, wie sich Victoria&#8217;s Secret bem\u00fcht, ein integratives Unternehmen zu werden.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>&#8211; <a href=\"https:\/\/voxeurop.eu\/de\/autoren\/francesca-barca-2\/\">Francesca Barca<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcbersetzung\u00a0<a href=\"https:\/\/voxeurop.eu\/de\/author\/angela-eumann\/\">Angela Eumann<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jeden Monat ver\u00f6ffentlichen wir einen in Zusammenarbeit mit Display Europe erstellten Bericht, der die Geschichte der europ\u00e4ischen Gesellschaft durch den Filter der Ungleichheiten, des Geschlechts, des Einkommens, der Behandlung, der Arbeit usw. erz\u00e4hlt. Wir beginnen mit der st\u00e4ndig wachsenden Armut der europ\u00e4ischen Bev\u00f6lkerung, die im Griff der hohen Lebenshaltungskosten gefangen ist. In einem System, in dem die Sozialleistungen fast \u00fcberall strukturell gek\u00fcrzt werden, w\u00e4ren Steuern eine L\u00f6sung.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":7044,"parent":0,"template":"","tags":[],"displeu_category":[],"class_list":["post-42689","article","type-article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archive.displayeurope.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/article\/42689","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/archive.displayeurope.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/article"}],"about":[{"href":"https:\/\/archive.displayeurope.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archive.displayeurope.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archive.displayeurope.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7044"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archive.displayeurope.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=42689"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archive.displayeurope.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=42689"},{"taxonomy":"displeu_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archive.displayeurope.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/displeu_category?post=42689"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}