Menü

Europäische Nachrichten ohne Grenzen. In Ihrer Sprache.

Menü
×

Deponien zum Verkauf

Jährlich werden etwa 80 Milliarden Kleidungsstücke verbraucht, von denen fast 85 % auf Mülldeponien landen. Dies wirkt sich auf den gesamten Globus aus und führt zu erhöhten Kohlenstoffemissionen und der Einleitung von Giftmüll in Gewässer. Die Gemeinden, die in den betroffenen Regionen leben, tragen die Hauptlast dieser nachteiligen Auswirkungen. Die Arbeiterinnen und Arbeiter in der Bekleidungsindustrie sind darüber hinaus schrecklichen Arbeitsbedingungen ausgesetzt und arbeiten oft unterhalb der Armutsgrenze.

Angesichts der zunehmenden Sensibilisierung der Verbraucher und der Proteste der Arbeiter wenden sich viele Unternehmen dem Greenwashing zu, um sich als nachhaltig darzustellen, während sie ihre ausbeuterischen Praktiken fortsetzen. Doch Aktivisten und NRO weigern sich, sich mit dem Schein zu begnügen: Sie wollen die Fast-Fashion-Industrie strukturell in Frage stellen. Sie setzen sich für eine strengere Gesetzgebung und mehr Transparenz in der Branche ein und schlagen Alternativen vor, die es uns ermöglichen, die Art und Weise, wie wir die Kleidung, die wir tragen, konsumieren, neu zu gestalten.

Der Raum für ethische Designer scheint immer kleiner zu werden, aber viele bleiben hoffnungsvoll. Wir fragen unsere Gastredner nach den Möglichkeiten, eine nachhaltige Modeindustrie aufzubauen, in der kreative Zusammenarbeit und Stil noch gedeihen können.

Gertrude Klaffenböck erwarb ihr Diplom in Agrarwirtschaft an der Universität für Bodenkultur (BOKU) in Wien und später einen Master of Science in Ökotoxikologie & Umweltmanagement an der FH Technikum Wien. Nach einer langen Karriere bei Südwind und FIAN Österreich arbeitet sie nun als Koordinatorin für die Clean Clothes Campaign, die sich für die Verbesserung der Arbeitsrechte in der globalen Bekleidungsindustrie einsetzt.

Laura Ștefănuț ist eine in Bukarest lebende Enthüllungsjournalistin und 2019 Milena-Jesenská-Stipendiatin am Institut für die Wissenschaft vom Menschen, Wien. Sie ist auch die Gründerin von haine CURATE, die Bekleidungsarbeitern in Rumänien Rechtsbeistand bietet und sie über ihre Rechte informiert. Ihre Berichte über die osteuropäische Bekleidungsindustrie sind in Medien wie Reuters, Balkan Insight und Arte TV erschienen, und sie arbeitet derzeit an einem Buch über EU-Bekleidungsarbeiter.

Meha Jhajharia ist eine in Kolkata-Wien lebende visuelle Multimedia-Künstlerin, die derzeit ihren Master in Biomathematik an der Universität Wien absolviert. Sie erforscht Methoden, um mit Hilfe mathematischer Modellierung die Entwicklung politischer Bewegungen anhand von Klimawandel-Trajektorien zu verfolgen. Meha ist außerdem Mitbegründerin und Organisatorin von Spice Mixers, einem in Wien ansässigen Kollektiv, das sich der Kuratierung von Tanzflächen für die QTBIPOC-Diaspora widmet.

Wir treffen uns mit ihnen im Kunstverein Alte Schmiede, Wien.

Kreatives Team

Réka Kinga Papp, Chefredakteurin
Merve Akyel, Art Director
Szilvia Pintér, Produzentin
Zsófia Gabriella Papp, Digita-Produzentin
Salma Shaka, Autorin-Redakteurin
Priyanka Hutschenreiter, Projektassistentin

Verwaltung

Hermann Riessner, Geschäftsführer
Judit Csikós, Projektleiterin
Csilla Nagyné Kardos, Büroverwaltung

OKTO-Besatzung

Senad Hergić, Produzent
Leah Hochedlinger, Videoaufnahme
Marlena Stolze, Videoaufnahme
Clemens Schmiedbauer, Videoaufnahme
Richard Brusek, Tonaufnahme

Postproduktion

Milan Golovics, Dialogbearbeitung
Nóra Ruszkai, Videoschnitt
István Nagy, Postproduktion

Art

Victor Maria Lima, Animation
Cornelia Frischauf, Titelmusik

Untertitel und Untertitel

Julia Sobota, Daniela Univazo, Mars Zaslavsky, Marta Ferdebar, Olena Yermakova, Farah Ayyash

Veranstaltet von

Der Kunstverein Alte Schmiede, Wien.

Verwandte Lektüre

Made in the EU:Why workers are fleeing Romania’s garment industry“ von Laura Stefanut, Eurozine.

Quellen

Fast Fashion wird schneller: Ein Blick auf die unethischen Arbeitspraktiken, die eine wachsende Industrie unterstützen, von Emma Ross, GW ILPB.

Gewaltsame Lohnproteste in Bangladesch könnten große Modemarken treffen, von Vanessa Yurkevich, CNN.

Fashion greenwash: how companies are conceiding the true environmental costs of fast fashion von Helle Abelvik-Lawson, Greenpeace.

Offenlegung

Diese Talkshow ist eine Produktion von Display Europe: eine bahnbrechende Medienplattform, die in öffentlichen Werten verankert ist.

Dieses Programm wird durch das Programm Kreatives Europa der Europäischen Union und die Europäische Kulturstiftung kofinanziert.

Die hier geäußerten Ansichten und Meinungen sind ausschließlich die der Autoren und Redner und spiegeln nicht unbedingt die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) wider. Weder die Europäische Union noch die EACEA können für diese verantwortlich gemacht werden.

Go to top