Kinder im Lager
Von der öffentlichen Schul-Supermacht Finnland bis zum erzkapitalistischen Großbritannien gibt es in Europa große Unterschiede im Bildungswesen. Über dieses Spektrum hinweg bleibt ein Faktor konstant: Frühkindliche Bildung ist für die meisten Familien eine Notwendigkeit, da sie die Zukunft der akademischen Laufbahn ihrer Kinder bestimmt.
Was wir heute als Kinderkrippen und Kindergärten kennen, geht auf Experimente aus dem frühen 19: Robert Owens Infants‘ School in Schottland wurde 1816 eröffnet, während Teréz Brunszvik in Ungarn ab 1828 für „Engelsgärten“ eintrat. Der Begriff „Kindergarten“, der so viel wie „Kindergarten“ bedeutet, geht auf den deutschen Pädagogen Friedrich Fröbel zurück, der das Konzept 1840 begründete. Die Idee überquerte bald die Weltmeere: Der erste öffentliche Schulkindergarten wurde in den 1870er Jahren in St. Louis, USA, eröffnet, und bis 1880 gab es über 400 Kindergärten in 30 US-Bundesstaaten.
Heute erfüllt dieser Berufszweig eine komplexe Funktion, indem er Kinder mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Hintergründen integriert, mit Methoden experimentiert und es berufstätigen Familien ermöglicht, überhaupt zu existieren. Abgesehen davon, dass sie viel Makkaroni-Kunst machen, entwickeln diese Einrichtungen Fähigkeiten, unterstützen die persönliche Entwicklung und Sozialisierung der Kinder, integrieren Minderheiten, lehren Sprachmanieren und fördern die intellektuelle und emotionale Entwicklung.
Aber im Bereich der frühen Bildung gibt es nicht nur Regenbogen und Einhörner. In ganz Europa haben viele Länder seit den 1990er Jahren ihre Bildungsausgaben kontinuierlich gekürzt, was die Fachkräfte belastet und die Kosten für die Kinderbetreuung zu einer erheblichen Belastung macht. Darüber hinaus ist die frühe Bildung von Migranten- und Flüchtlingskindern ein Thema, das insbesondere nach der „Krise“ von 2015 und dem Krieg in der Ukraine angegangen werden muss. Während die EU im Hinblick auf die Bereitstellung von Betreuungs- und Bildungsangeboten für die erstgenannte Gruppe wohl besser vorbereitet war, musste sie sich schneller auf die letztgenannte Gruppe einstellen, wobei sich für beide Gruppen noch Herausforderungen ergeben.
Die frühkindliche Bildung spielt eine enorme Rolle bei der Förderung von Familien und der Entwicklung von Kindern. Sie sind ein Eckpfeiler der Gesellschaft, und vielerorts auf dem Kontinent brauchen sie mehr Unterstützung, als sie derzeit erhalten.
Die Gäste von heute
Viktória Szücs ist die Präsidentin der Demokratischen Gewerkschaft der Kinderkrippenmitarbeiter in Ungarn. Sie ist eine treue Verfechterin der Verbesserung der beruflichen Rahmenbedingungen für Pädagogen und stellt sicher, dass sie die Ressourcen und die Unterstützung erhalten, die sie brauchen, um die jungen Köpfe von morgen zu fördern.
Maria Roth ist die Leiterin der Montessori Volkshochschule München mit 50 Jahren Erfahrung. Sie ist eine anerkannte Ausbilderin der AMI (Association Montessori Internationale), spezialisiert auf das Entwicklungsalter von 3 bis 6 Jahren.
Flóra Bacsó ist Mediatorin, Restorative Facilitator, Trainerin und Projektmanagerin bei der Partners Hungary Foundation, die sich für die Integration von Roma-Schülern in das Bildungssystem einsetzt. Sie ist auch Lehrerin für „Related Education“, eine traumainformierte Methodik, die Eltern und Erzieher unterstützt.
Wir treffen uns mit ihnen in der Bibliothek der Central European University in Budapest.
Quellen
Wie nimmt Europa ukrainische Flüchtlingskinder in frühkindlichen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen auf? vom Europäischen Schulbildungsprogramm
Kreatives Team
Réka Kinga Papp, Chefredakteurin
Merve Akyel, Art Director
Szilvia Pintér, Produzentin
Zsófia Gabriella Papp, ausführende Produzentin
Margarita Lechner, Autorin-Redakteurin
Salma Shaka, Autorin-Redakteurin
Priyanka Hutschenreiter, Projektassistentin
Verwaltung
Hermann Riessner Geschäftsführer
Judit Csikós Projektleiterin
Csilla Nagyné Kardos, Büroverwaltung
Video-Crew Budapest
Nóra Ruszkai, Tontechnik
Gergely Áron Pápai, Fotografie
László Halász, Fotografie
Postproduktion
Nóra Ruszkai, leitende Videoredakteurin
István Nagy, Videoredakteur
Milán Golovics, Gesprächsredakteur
Art
Victor Maria Lima, Animation
Cornelia Frischauf, Titelmusik
Untertitel und Untertitel
Julia Sobota geschlossene Untertitel, polnische und französische Untertitel; Sprachversionen Management
Farah Ayyash Arabische Untertitel
Mia Belén Soriano Spanische Untertitel
Marta Ferdebar Kroatische Untertitel
Lídia Nádori Deutsche Untertitel
Katalin Szlukovényi Ungarische Untertitel
Daniela Univazo Deutsche Untertitel
Olena Yermakova Ukrainische Untertitel
Aida Yermekbayeva Russische Untertitel
Mars Zaslavsky Italienische Untertitel
Veranstaltet von der Bibliothek der Central European University, Budapest
Offenlegung
Diese Talkshow ist eine Produktion von Display Europe: eine bahnbrechende Medienplattform, die in öffentlichen Werten verankert ist.
Dieses Programm wird durch das Programm Kreatives Europa der Europäischen Union und die Europäische Kulturstiftung kofinanziert.
Die hier geäußerten Ansichten und Meinungen sind ausschließlich die der Autoren und Redner und spiegeln nicht unbedingt die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) wider. Weder die Europäische Union noch die EACEA können für diese verantwortlich gemacht werden.

