Slowenische Feuerwehrleute bewältigen Stress durch die Arbeit mit Bienen
Bericht von Martina Žoldoš, Korrespondentin in Slowenien, bearbeitet von Jet van Fessem
Die Bienenzucht, oder Imkerei, wie sie offiziell genannt wird, ist eine SEHR slowenische Angelegenheit. Die Slowenen haben ein Faible für Bienen und eine lange Geschichte der Bienenzucht. Nicht nur wegen des Honigs, sondern auch wegen der therapeutischen Wirkung der Bienen: Überall im Land werden therapeutische Bienenstöcke aufgestellt, die helfen, Stress und Ängste abzubauen. Die Bienen, so klein sie auch sind, haben mehrere große Heilkräfte. Der Honig kann zum Verzehr, aber auch für Massagen verwendet werden. Und Honig hat eine antibakterielle Wirkung. Das Summen der Bienen beruhigt die Nerven, und die Luft in den Bienenstöcken hat eine günstige Wirkung auf unsere Atemwege. Eine andere Art der Bienentherapie ist, sich stechen zu lassen, es hilft bei Rheuma. In Slowenien gibt es viele Imker und auch einen sich entwickelnden Apitourismus: Menschen kommen nach Slowenien, um sich zu entspannen und sogar mit Bienen in speziellen Bienenstöcken zu schlafen.
Metropolis-Korrespondentin Martina besuchte die Feuerwehr von Celje. Auf den ersten Blick haben Feuerwehr und Imkerei nicht viel miteinander zu tun, aber hier in Celje schon. Die Arbeit der Feuerwehr ist voller Stress, bei Einsätzen sind die Feuerwehrleute vielen schweren Traumata ausgesetzt, sie stehen unter hohem Adrenalinspiegel, haben mit schweren Verletzungen von Teilnehmern zu tun, mit Todesfällen, und das hinterlässt sicherlich tiefe Spuren im Unterbewusstsein der Feuerwehrleute. Die psychologische Hilfe wird auf mehreren Ebenen organisiert, aber zusätzliche Hilfe ist immer willkommen. So hat man vor einigen Jahren die Bienen ins Spiel gebracht. Und mit Hilfe der Bienen können die Feuerwehrleute den Stress leichter bewältigen, sowohl durch die Arbeit mit den Bienen als auch durch das Inhalieren, das Summen der Bienen und durch Bienenprodukte.
